Vorträge/Lesungen
Lesung Josef Brustmann "Jeder ist wer"
Sonntag, 08.11.2026 / 18:00 Uhr / NUTS - die Kulturfabrik
„Jeder ist wer“ betitelt der Schriftsteller Josef Brustmann seinen Debüt-Roman.
Was ist der Mensch, was sein Leben? Diese Fragen inspirierten den virtuosen Multiinstrumentalisten und Träger des Deutschen Kabarettpreises auch schon in Bühnenprogrammen, Gedichten und Prosa. Jetzt ist ein ganzes Buch daraus geworden, geschrieben in einer wunderbaren Sprache: rau und kurzangebunden, wie aus einem bäuerlichen Vermächtnis heraus, herznah, zartbitter und wahrhaftig, vom Leben diktiert. Es ist auch die Geschichte seiner Familie. Und eine über Musik. Die trägt Josef Brustmann durchs ganze Leben. Für das es, wie er schreibt, allerdings keine Generalprobe gibt.
Die ganz Großen der Schriftsteller-Gilde heißen ihn mit seinem Buch „JEDER IST WER“ bereits herzlich willkommen.
„Wer auf der Ost-Seite des Starnberger Sees lebt, kann etwas erzählen. Liegt es an der Luft, dass hier von Oskar Maria Graf über Wolfgang Hildesheimer bis zu Herbert Achternbusch sich große Erzähler haben inspirieren lassen. Jetzt ist wieder einer von diesem Holze dazugekommen: Josef Brustmann. Seine Geschichten sind so traurig-komisch wie die seiner Vorgänger, aber Gottseidank auch so überraschend und poetisch. Ein wunderbarer Schriftsteller!“
Michael Krüger
„‘Jeder ist wer‘ ist ja was ganz besonders Schönes. So was hab ich noch nie gelesen.“
Edgar Selge
Ihr Buch von Jedem, der Wer ist, habe ich in mehreren Streifzügen mit offenen inneren Augen gelesen. Was für eine gutherzige Weltlichkeit in jedem Satz, besonders nah mir gekommen die Passage über den „harten“ und zuletzt doch so scheu die Kinderliebe an und über sich streifen lassenden böhmisch-mährischen Vater ..Und, und ,,“ Peter Handke
„Was für ein ergreifendes Lebensschlamassel in einer so berührenden, detailgenauen Sprache.“
Johano Strasser
„Wohin Josef Brustmann auch schaut, sieht er: Staub, Frauenschuhe und Ewigkeit.“
Monika Helfer
Josef wächst in großer Armut als achtes von neun Kindern auf. Zwei sterben viel zu früh, die anderen wärmen einander mit Singen, Lachen und Musizieren. Der Vater ist von Krieg und langer Kriegsgefangenschaft verschluckt. Dass er den
Josef liebt, zeigt sich erst ganz spät. Aber auch: dass es dafür nie zu spät ist. Josef gibt alle Liebe weiter an seine Kinder und Enkelkinder. Seine eigenen Großväter kürzten unglücklich ihr Leben ab. Trauer, die lange nachhallt in den nächsten Generationen. Vertrieben werden aus der Heimat, zufällig stranden im „gelobten“ Land Bayern, in Waldram bei Wolfratshausen, ehemals Föhrenwald, ehemals DP-Lager und jüdisches Schtetl. Wie schnell die
einen „vergessen“ können, die anderen nie.
Alle Angaben ohne Gewähr.






